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Erst wenn Ihr bei uns seid

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Mein Sohn spricht aus
dem Jenseits

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111006

Lösegeld für meinen Hund.

Schreckliche Geräusche dringen an mein Ohr. Autoreifen quietschen,  erschreckte Menschenschreie und ein Hund heult auf.

Ich renne auf die Strasse. Ein schwarzer Hund mit weißem Latz auf der Brust, weißen Pfötchen und einer weißen Schwanzspitze sei von einem Auto erfasst und in die Luft geschleudert worden.

Darauf sei der Hund, wie der Blitz, über die Wiese weggelaufen. Richtung Wald. Kein Zweifel, das ist Cimba, mein Hund. Er ist noch jung und ich habe einen Moment nicht aufgepasst.

Von den Herumstehenden wird mir erklärt, dass Hunde, und auch Katzen, werden sie angefahren, erst mal weglaufen um sich zu verkriechen. Die meisten verbluten da an ihren inneren Verletzungen und werden irgendwann tot aufgefunden.

Diese Horrorvision, vor Augen gibt mir immense Kräfte. Ich suche stundenlang im Wald, in den umliegenden Maisfeldern. Mir fällt der berühmte Heuhaufen ein. Es ist sinnlos

Von Aufgeben, keine Spur. Ich denke nach.

Da gibt es doch eine Frau, von der man sagt sie hätte hellseherische Fähigkeiten. Wer weiß, vielleicht ist doch was dran? Und ich in meiner Not. Ich ruf einfach an. Kurz erklärt. Sie sagt: „Ich ruf dich in zehn Minuten zurück. Solange brauche ich um etwas zu sehen. Voller Zweifel leg ich den Hörer auf.

Und warte....

Die zehn Minuten sind vorbei. Oh Gott, die hat nichts gesehen. Daran hab ich sowieso nicht geglaubt.

Da fall ich auf die Knie, falte meine Hände und bitte aus tiefster Seele: „Heiliger Antonius, du Patron derer, die Verlorenes wieder finden möchten, bitte hilf. Wenn ich meinen Cimba wieder habe, hole ich mein ganzes Geld, was ich auf meinem Sparbuch habe und werfe es in den Opferstock.

Für die Armen. Amen.

Da klingelt das Telefon. Die Hellsichtige: „Du, dein Hund ist nicht tot, er ist nicht einmal  verletzt. Er hat nur einen Schock.

In der nächsten Viertelstunde kommt er.“ Wenn das nur stimmt. Ich gehe raus auf die Wiese, setze mich ins Gras und warte.   Da stürmt mit einem Mal, von hinten, etwas Schwarzes auf mich zu. Springt mich an, wirft mich um.

Cimba ist wieder da. Freudentränen kullern. Wir toben auf der Wiese und sind wie erlöst. Und weil wir so erlöst sind fällt mir auch gleich das Lösegeld ein.

Bei der Übergabe, am Opferstock, schau ich zu meinem Heiligen hinauf und weil keiner mithört flüstere ich ihm zu. „ Du heiliger Antonius, wenn du wieder einmal Geld brauchst, dann entführ bitte nicht meinen süßen, lieben Cimba, sondern das fette, ständig fauchende Monster von nebenan. Amen.

Autor Walburga Lindl   11.1.2010    

 

 

 

 

 

 Hunde denken anders...

Warum stört die Menschen mein Bellen.? Ich finde es gemein dass sich die Leute bei meinem Frauchen beschweren.

Manchmal ist auch sie böse mit mir. Ich kann doch auch nichts dafür, dass ich so ein lautes Organ habe

Und mein Kollege hinter der Hecke bellt doch auch. Ich  unterhalte mich mit ihm, obwohl ich ihn noch nie gesehen habe. Dafür telefonieren die Menschen stundenlang.

Hinter dem Maschenzaun sitzt eine Katze und putzt sich aufreizend ruhig ihr Fell Obwohl ich zu ihr hinüberschaue beachtet sie mich nicht, sie ignoriert mich.

Soll ich mir das gefallen lassen? Ich nicht. Ich bin zornig und belle . Es wäre mir viel lieber sie würde mich anfauchen, als so zu tun, als wäre ich nicht da.

Mein Haus steht neben einem Hotel und es kommen viele Gäste mit Hund. Die parken dicht an meinem Gartenzaun. Es sind wunderschöne Hundedamen dabei.

Soll ich mich da nicht auf meine Hinterbeine stellen und guten Tag sagen,

und auch noch tierisch gebellte Komplimente rüberbringen?.

Jetzt kommt schon wieder der Zweibeiner mit dem gelben Fahrrad.

Jedesmal ist mein Frauchen sauer über die dummen Zettel, die er in unseren Klapperkasten steckt.. Sie sagt des öfteren, dass sie nicht mehr weiß wo sie das viele Geld hernehmen soll, um das alles zu bezahlen. Ob ich den mal beisse?

Vorerst belle ich ihn an. Dann kommt er vielleicht nicht mehr. Das ist sicher der Grund warum wir Hunde die Briefträger nicht mögen. Wenn Frauchen kein Geld hat, kann sie mir kein Futter  kaufen.

Warum ist Frauchen nur so altmodisch und zieht sich immer zwei gleiche Schuhe an, Wäre doch viel toller zwei Verschiedene. Also muss einer weg.

Erst ein wenig daran beissen und dann im Gebüsch verstecken. Da liegt ein Karton auf der Treppe, den werde ich erst mal kleinbeissen, dann passt er leichter in die Tonne.

Frauchen macht das auch immer. Oh, da sind Schuhe im Karton, mit Bänder, so was hässliches hab ich ja noch nie gesehn. Die müssen raus.

Und ich kann prima damit spielen.

Der Rasen in meinem Garten ist so langweilig grün, den müsste man ein wenig aufpepen.... Vielleicht mit einer Kloorolle? Das macht Spass.

Jetzt kommt  Frauchen vom Einkauf zurück und ich freu mich wie ein Weltmeister.  Sie schlägt die Hände über den Kopf und ruft: "Ja wie sieht es denn hier aus? Wo sind meine Schuhe, und die Schuhbänder. Oh nein... die vielen Fetzen und das Kloopapier ist abgerollt, warum machst du das?".

Was sagt sie da? Ich wäre ein blöder Hund. Aber ich hab es doch nur gut gemeint.

  Autor Wally Lindl